Förderung und Stabilisierung von Menschen mit Borderline

Hier finden Sie einen Erfahrungsbericht einer ehemaligen STEPPS Teilnehmerin.

Wir danken der Autorin recht herzlich für die Genehmigung zur Veröffentlichung und hoffen, dass dieser Bericht anderen Betroffenen Mut macht.

 

Meine Erfahrungen mit STEPPS

Ich bin durch eine Bekannte an die STEPPS-Gruppe für Emotionsregulations- Störung geraten.

Nach jahrelanger Therapie, völligem Unverständnis meiner Mitmenschen und Therapeuten ging ich zur Informationsveranstaltung. Schon an diesem einen Tag kam der AHA-Effekt und der Gedanke, dass es Menschen wie mich gibt, die das Gleiche durchmachen, genauso empfinden und sich auch völlig allein gelassen fühlen mit ihren Krisen und Gefühlen. Also schaute ich mir das mal genauer an.

Die Diagnose Borderline zu akzeptieren, hat sehr lange gedauert; ich befinde mich auf dem Weg und habe noch lange nicht das Ziel erreicht.

Es ist wie bei einer Zwiebel: Man entfernt die Schichten und erkennt sich selbst, Schicht für Schicht, empfindet sich nicht mehr als falsch.

Was jahrelange Therapie nicht geschafft hatte, wurde mir jetzt an die Hand gegeben: Hilfsmittel, um mich nicht mehr falsch oder schlimmer oder verrückt zu fühlen.

Die Gruppensitzungen waren stellenweise schwer für mich auszuhalten, die Themen waren sehr aufwühlend. Meine Schutzwälle wurden kleiner, die Akzeptanz für mich und meinen Körper wurde größer. Die Achtsamkeit für meinen Körper und meine Gefühle wurden geschult, das tat weh!

Die Übungen anzuwenden macht mich freier. Freier in meinen Entscheidungen. Ich habe in der Hand, wie sich die jeweiligen Situationen entwickeln und werde nicht mehr überfallen von meinen Emotionen,dadurch wird das Leben wieder lebenswert!

Ich will gar nicht sagen, dass es immer klappt. Aber ich verletze nicht mehr jeden Tag mich selbst, oder die Menschen, die mir am meisten bedeuten, ich versuche über mein durcheinander geratenes extremes Gefühlsleben zu reden. Manchmal stoße ich an Grenzen, die sich nicht überwinden lassen. Wenn man wirklich an sich arbeiten will, man sich sich selbststellt mit allen Höhen und Tiefen, Ängsten und Selbstzweifeln und trotzdem den Weg zurück in ein lebenswertes Leben finden möchte, dann ist STEPPS ein guter Weg, um damit anzufangen. Ich setze meine Zwiebelschalen jetzt wieder zusammen und das Leben nimmt positive Formen an, ich kann sie sogar endlich sehen.

Arbeitsmaterialien

 

Nancee Blum, N. F. Bartels, St. John, B. Pfohl:

STEPPS: Das Trainingsprogramm bei Borderline - Emotionale Krisen bewältigen, Probleme lösen, Alltag gestalten, Beziehungen aufbauen. Trainerhandbuch.

STEPPS - Das Trainingsprogramm: Emotionale Krisen bewältigen, Probleme lösen, Alltag gestalten, Beziehungen aufbauen. Arbeitsbuch.
280 Seiten im Ringorder A4, mit Kopiervorlagen


STAIRWAYSSTAIRWAYS - Die nächste Stufe des Trainingsprogramms bei Borderline.

 Daten-CD mit dem Arbeitsbuch für die Teilnehmer und dem häufig verwendeten Arbeitsmaterial als PDF (280 Seiten), sowie ein 50 Seiten starkes Booklet mit Hinweisen für die Trainer/innen.


Das Trainerhandbuch und der Arbeitsordner sind in den Kosten der Ausbildung enthalten, können aber auch eigenständig beim Psychiatrie-Verlag bestellt werden.

Copyright © Dachverband STEPPS e.V. Alle Rechte vorbehalten.

Copyright © 2013. All Rights Reserved.